Gestresst? Entspannen Sie hinterm Wasserfall

Harte Zeiten – da bekommt das Nervenkostüm schonmal Risse. Verständlich. Aber es gibt sehr einfache alte Techniken, die dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Eine davon ist der „Wasserfall“.

 

Stellen Sie sich einfach vor, Ihre Gedanken seien ein Wasserfall, unter dem Sie stehen – Sie spüren den Druck der aufprallenden Gedanken – und das wie die meisten von uns von morgens bis abends. 12 Stunden Druck nicht immer angenehmer Gedanken, denen wir anscheinend hilflos ausgesetzt sind. Das kann gerade in fordernden Zeiten wie diesen an die Substanz gehen.

 

Wir können diese Gedanken, vorausgesetzt wird sind kein geübter Meister, fast nicht abstellen – aber: Wir können uns hinter den Wasserfall stellen und das Wasser beobachten. Jetzt sehen wir es fallen, stehen aber nicht mehr darunter. Das ist der Punkt, an dem Sie sich nicht mehr mit Ihren Gedanken identifizieren – sie beobachten Sie einfach nur noch.

 

Nein, Sie sind nicht Ihre Gedanken – wie Gefühle kommen und gehen die Gedanken in Ihnen. Und durch Ihren Geist sind Sie durchaus in der Lage, das in vollkommener Ruhe einfach nur zu beobachten.

 

Machen Sie einfach mal, nicht erst wenn Ihnen alles zu viel wird, da können Sie´s am besten schon! 


10 Tipps, wie sie harte LOCKDOWN-zeiten produktiv für sich nutzen können

1. Kommen Sie einfach mal runter!

 

Zunächst mal: Es ist, wie es ist. Jetzt können Sie sich verrückt machen, ein Gedanke jagt den nächsten – oder aber Sie lehnen sich einfach mal bequem zurück und kommen zur Ruhe. Sie haben jetzt die Zeit! Wenn man bedenkt, dass Zeit im Zeitalter der Beschleunigung als knappstes Gut gehandelt wird, könnte man die momentane gesellschaftliche Vollbremsung fast schon als Geschenk betrachten – alles eine Frage der Perspektive. Machen Sie öfters kleine Exkursionen: Entdecken Sie den Moment!

 

2. Denken Sie positiv!

 

Nein, es ist nicht immer einfach, positiv zu denken. Aber es macht den Tag schöner und verlängert das Leben Studien zufolge um 15%. Konzentrieren Sie sich einfach mal auf die kleinen Dinge, die wir geflissentlich ignorieren, weil sie eben meistens hinhauen. Und irgendwie gibt es an jedem Tag kleine Highlights, die wir mehr würdigen könnten, wenn wir nur wollten: Vielleicht ein gutes Gespräch, eine positive Nachricht, etwas, das endlich geklappt hat. Gibt´s in jedem Leben, garantiert!

 

3. Raus aus dem Medienrummel!

 

Corona, Trump, Covidioten – immer wieder bis zum Erbrechen. Unsere Aufmerksamkeit wird im gängigen Medienrummel immer auf die gleichen zumeist negativen Themen gelenkt – das gibt höhere Zahlen im großen Krieg um die Klicks. Natürlich nehmen wir viel von den negativen Vibrationen dieses Gemenges mit, wenn wir uns ihm permanent aussetzen. Deshalb: Gönnen Sie sich Medienpausen, nichts läuft Ihnen weg. Halten Sie am besten Abstand zu Menschen, die Sie mit ihrem Pessimismus oder Zynismus nur noch weiter runter ziehen. Halten Sie sich lieber an diejenigen, die Sie aufbauen und auf andere Gedanken bringen. Und: Lachen hilft!

 

 

 4. Nicht nur Hunde brauchen Ordnung!

 

So irgendwie ist nichts mehr, wie es mal war. Wie oft haben wir uns über die vorgegebenen Tagesstrukturen geärgert und uns mehr freie Zeit gewünscht. Aber ohne diese Strukturen kommen viele Menschen auch nicht gut aus. Wie heißt es doch so schön bei Tieren: „So ein Hund braucht seine Ordnung!“ Beim Menschen verhält es sich ganz ähnlich: Ohne feste Zeiten, wann man aufsteht, wann man etwas isst, wann man einkauft etc., kann das Leben schnell aus der Bahn laufen. Auch das ungewohnte ausufernde Zusammenleben kann zur Belastungsprobe werden. Die gute Nachricht: Weder die (befürchtete) steigende Trennungsrate noch die Nachfrage nach Single-Wohnungen hat sich im Lauf der Pandemie erhöht!

 

5. Bewegung! Bewegung! Bewegung!

 

Bewegung ist nicht nur ein Jungbrunnen - Bewegungsmangel ist sehr schlecht für die Psyche. Das gilt nicht nur für sehr sportliche Menschen! Und dieser alltägliche Jungbrunnen versiegt leider etwas in diesen unwirklichen Zeiten. Viele normale Bewegungen fallen im Lockdown gezwungenermaßen weg. Überwinden Sie für sich den inneren Schweinehund und geben Sie Ihrem Körper trotz allem das nötige Maß an Bewegung - 30 Minuten täglich sind perfekt! Das Internet ist zudem voller effektiver Workouts für zu Hause! Dazu: Raus aus dem Federn! Zu viel Schlaf oder zu viel Zeit im Bett schlagen aufs Gemüt. Lange Bettzeiten können sogar depressiv machen.

 

 

6. Laden Sie auf mit der Power der Natur!

 

Die Farben des Herbstes, die Zugvögel, der Wind. Jeder Spaziergang tut gut. Eine halbe Stunde ist wie gesagt gut, eineinhalb Stunden sind natürlich besser. Nutzen Sie die Kraft der Sonne. Und wenn es regnet oder stürmt? Macht nichts! Denn es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Auch wenn es ungemütlich ist: Ab nach draußen! Die Bewegung an der frischen Luft hebt die Stimmung, macht munter, baut Stress und Sorgen ab, weil durch die Bewegung im Freien der Wert des körpereigenen Hormons Cortisol im Blut sinkt. Der Kopf wird frei und man kann sich wieder besser konzentrieren.

 

7. Verwöhnen Sie mal Körper und Geist!

 

Es gibt ja zwei Arten von Verwöhnen: Die süchtig machende explosive Mischung aus Salz und Zucker, wie sie uns Schokolade und Chips bieten – oder aber die gesunde Variante mit mehr Obst, Gemüse und Salat als gewöhnlich. Wir empfehlen natürlich die zweite! Sorgen Sie für individuelle Verwöhn-Momente, jeder hat da ja seine eigenen Vorstellungen und Vorlieben: Wellness-Bäder, Musik, Kerzenschein, Massagen – wichtig ist es, einfach mal zur Ruhe zu kommen und den Moment zu genießen!

 

8. Überraschen Sie sich selbst!

 

Keine Besuche von Freunden, keine Reisen oder Ausflüge, keine Restaurant- oder Kneipenbesuche, keine Konzerte, Sportveranstaltungen - nichts geht mehr. Unsere Welt ist gezwungenermaßen deutlich geschrumpft. Sie muss deswegen aber nicht gleich langweilig werden. Wir alle brauchen Input und Abwechslung – die sollten wir uns suchen. Seien Sie kreativ! Ob Sie nun etwas noch nie Probiertes kochen, anfangen zu malen oder einen Kurs an einer Online-Akademie buchen, es gibt unendlich viele Möglichkeiten, etwas Neues auszuprobieren. Das Immer-Gleiche macht irgendwann mal madig.

 

9. Einfach mal Entrümpeln!

 

Viele Menschen haben diverse Sachen, die sie gar nicht nutzen, von denen sie sich aber auch nicht trennen können. Behalten oder Wegwerfen - die Entscheidung ist meistens gar nicht so leicht zu treffen. Und man muss schon etwas Zeit investieren, die vielleicht vor Corona zu knapp war. Jetzt ist sie da! Der Mensch braucht eigentlich ganz schön wenig. Wer den Mut aufbringt, es einfach durchzuziehen, wird erleben, wie ganz neue Energie seinen Lebensraum durchflutet. Je mehr von den toten, unnützen Gegenständen verschwinden, umso mehr Platz haben Sie zum Leben. Das Internet und die Buchläden sind voller Ratgeber dazu – aber: Brauchen Sie die überhaupt?

 

10. Beginnen Sie etwas Neues!

 

"Wenn ich mal Zeit hätte, dann würde ich…! Die weltbeste Ausrede - sie gilt nicht mehr. Fernstudium? Bildhauerei im Garten oder Gitarre lernen? Das Gesamtwerk von Arthur Schopenhauer lesen? Do it! Kramen Sie doch gleich mal in Ihrem inneren Archiv nach verschobenen Zielen und Plänen – da liegt bei jedem genug. Und das muss ja nicht alles unbedingt bis zur Rente warten, oder?

 

Wichtig: Gespräche mit Freunden und Bekannten sind immer gut, auch telefonisch oder über Skype oder Zoom! 

 

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