2021: Jeder kann den Unterschied machen!

4F – die Formel für mehr Nachhaltigkeit

 

Natürlich, die Möglichkeiten des Einzelnen, die Welt zu retten, sind beschränkt. Auf der anderen Seite besteht jede Masse von Menschen aus Einzelnen, und wenn nur genug von Ihnen anders handeln, dann verändert sich etwas in der Welt. Wir haben das schon an anderer Stelle beschrieben: Einer experimentellen Studie der University of Pennsylvania nach reichen etwa 25 Prozent der Menschen in einer Gemeinschaft dafür, den Wendepunkt für eine erfolgreiche Normänderung zu erreichen. Nachhaltig kann also normal werden, wenn nur genug Menschen sich nachhaltig verhalten. Fangen wir doch damit an im neuen Jahr! Sie werden die Erfahrung machen, dass sich dieses mulmige ungute Gefühl, sich trotz besseren Wissens an der allgemeinen Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu beteiligen, einem guten Gefühl weicht – das ist die Kraft der Selbstwirksamkeit. Sie tun, was Sie tun können – und was „richtig“ ist.

 

Eine einfache Richtschnur dafür ist die 4F-Formel. Vier maßgeblich an der Klimakrise beteiligte Bereiche, in denen Sie tatsächlich einen Unterschied machen können. Die vier F stehen dabei für Fliegen, Fleisch, Fummel und Finanzen. Bereiche, in denen Sie durch Ihre Entscheidungen tatsächlich den Unterschied machen können.  


Fliegen - Einfach mal auf dem Boden bleiben! 

 

Flugzeuge sind sehr klimaschädliche Verkehrsmittel für die Urlaubs- und Geschäftsreisen. Zum einen verursachen sie im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln hohe Treibhausgasemissionen pro Personenkilometer. Zum anderen werden mit ihnen meist auch sehr große Entfernungen zurückgelegt. Ein Flug von Deutschland auf die Kanarischen Inseln und zurück zum Beispiel verursacht pro Person rund 1,9 Tonnen CO2-Äquivalente. Damit verursacht man mit einer Flugreise schon mehr Treibhausgasemissionen als ein durchschnittlicher Deutscher pro Jahr für Auto, Bus und Bahn (rund 1,5 Tonnen CO2-Äquivalente).

 

Die wirklich effektivste Form, als Einzelner CO2 einzusparen, ist es, auf Flüge zu verzichten. Reduzieren Sie 2021 doch einfach die Anzahl Ihrer Flugreisen, lassen Sie einfach mal einen weg und machen Sie etwas anderes. Es gibt auch in Deutschland schöne Flecken, zudem sind Wandern und Radfahren gut für Ihre Gesundheit – und wenn man so manchen Zeitgenossen anschaut, auch gut für die Haut!  


Fleisch - Weniger ist mehr! 

 

Nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ist die industrielle Tierhaltung für rund 15 % der von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Dabei geht es nicht nur um das von Rindern und anderen Wiederkäuern ausgestoßene Methan – auch der massive Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, die Abholzung von Regenwald für die Produktion von Soja, die Umwandlung von Wiesen in Ackerland und die Trockenlegung von Feuchtgebieten tragen maßgeblich zur Erderwärmung bei.

 

Und es ist genau betrachtet schon eine recht absurde Geschichte, die da läuft. Schauen wir nur nach Brasilien: Der Regenwald brennt, da geht gerade in Rekordtempo die Lunge der Welt in Flammen auf. Kaputt ging sie aber durch Rodungen für den Sojaanbau auch vorher schon. Dieser Soja dort wird an unsere Kühe hier verfüttert, damit wir über die Maßen Fleisch produzieren können – das wir dann wiederum exportieren. Deshalb: Setzen Sie ein Zeichen im neuen Jahr, essen Sie weniger Fleisch. Ein gutes Stück am besten in Bio-Qualität ab und an ist ja völlig OK, aber denken Sie doch drüber nach, wie viel es denn wirklich sein muss. Und 2021 ist es dann eben weniger!  


Fummel - Fair statt Fast!

 

Bekleidungsketten wie Zara oder H&M locken ihre modebewussten Kunden mit bis zu 24 neuen Kollektionen pro Jahr in die Läden. Doch die schnell konsumierte Fast Fashion hat einen hohen Preis. Umweltverschmutzung, gigantischer Ressourcenverbrauch, menschenverachtende Arbeitsbedingungen und CO2-Emmissionen, die mit jährlich 1.458 Millionen Tonnen höher sind als die des gesamten Flug- und Schiffsverkehrs vor der Corona-Krise - die Modebranche gilt mittlerweile als eines der ökologisch und moralisch schmutzigsten Geschäfte der Welt.

 

Auch hier gibt es absurde Zahlen: 18 Prozent der Kleidungsstücke werden nur zweimal überhaupt, 20 Prozent seltener als einmal im Vierteljahr getragen, wie Greenpeace ausgerechnet hat. Jeder Achte trägt seine Schuhe weniger als ein Jahr. Repariert wird Kleidung nur sehr selten. Ein Drittel der Verbraucher sortiert Kleidung einfach aus, um Platz für Neues zu schaffen im Schrank. Natürlich ist es da wesentlich nachhaltiger, möglichst wenig zu kaufen und das Vorhandene länger zu tragen. Und mittlerweile gibt es ja auch viele Angebote im Second Hand Bereich. 2021 mit weniger Fummel? Fair statt Fast! Steht Ihnen sicher auch gut!  


Finanzen - Ab ins Grüne! 

 

Mittlerweile hat es sich ja herumgesprochen, dass die Großen im Anlagebereich zwar sehr gerne grün scheinen, es aber ganz und gar nicht sind. Banken und Anlagegesellschaften stecken tief drin bei Waffen, Öl und fossiler Industrie. Aber der Bereich der Anlagemöglichkeiten mit Nachhaltigkeitskriterien wächst rasant, und es gibt auch keine Nachteile bei der Rendite. Ein Trend, der in den letzten Jahren rasant an Fahrt aufgenommen hat und sich nunmehr fest etabliert hat. Wir möchten hier für niemanden Werbung machen, aber mit ein wenig Recherche finden Sie viele seriöse Möglichkeiten nachhaltiger Geldanlage. Graben wir den Umweltsündern doch einfach das Wasser ab! Investieren Sie ab 2021nur noch nachhaltig!  


Wir freuen uns über jeden, der mitzieht. es kann besser werden.  Das liegt allein an uns! Ein frohes und gesundes 2021 allen Lesern und freunden der Old school!

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